Nach dem Brand - FFW Behrensdorf

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Nach dem Brand

Tipps

Tipps zum Verhalten an der Brandstelle

Gefahren durch Schadstoffe?

Das Feuer ist gelöscht, die Brandstelle abgekühlt, der
erste Schreck überwunden – und nun liegen verkohlte Möbel zwischen verrußten Wänden, vielleicht sogar herabgestürzte Mauerstücke zwischen verschmorten Geräten.

Jetzt soll es ans Aufräumen gehen, und da fehlt dem Laien – zum Glück – oft die Erfahrung.

Die Feuerwehr Behrensdorf gibt hier Hinweise zum Verhalten an der Brandstelle, zur Reinigung
und auch zur Entsorgung.
Sie richten sich sowohl an die Geschädigten selbst
als auch an Fachfirmen, die besonders bei größeren Schäden mit der Sanierung beauftragt werden.

Ein Tipp vorweg, der bares Geld wert sein kann:
Melden Sie den Schaden auf jeden Fall umgehend Ihrer
Gebäude- bzw. Hausratversicherung, mit der Sie alle weiteren Maßnahmen abstimmen können. Auch mit Ihrer Hausverwaltung sollten Sie engen Kontakt halten. So vermeiden Sie Nachteile bei der Schadenregulierung



Gefahren durch Schadstoffe?
Viele Menschen haben auf der Brandstelle Angst vor giftigen oder reizenden Stoffen, die man vielleicht nicht gleich erkennen kann. Tatsächlich entstehen bei einem Brand gesundheitsgefährdende Stoffe. Ob und wie viele, das hängt davon ab, was in welchen Mengen verbrannt ist, wie der Brand verlaufen ist und wie der Rauch abziehen konnte. Dennoch besteht nicht generell eine unmittelbare Gefährdung.

Im Brandfall gebildete Schadstoffe sind zum größten Teil gasförmig und können daher durch gute Lüftung abgeführt werden. Häufig sind sie auch stark an abgelagerten Ruß gebunden, so dass sie nicht eingeatmet oder über die Haut aufgenommen werden können, sofern man sich vor Verschmutzungen der Haut beim Aufräumen schützt. Schadstoffe sind nur dort vorhanden, wo deutlich sichtbare Brandverschmutzungen vorliegen. Sind die beseitigt, bleibt auch von den Schadstoffen nichts zurück. Bis zur endgültigen Sanierung kann man oft einen mehr oder weniger intensiven Brandgeruch wahrnehmen. Auch er beeinträchtigt die Gesundheit in der Regel nicht. Dennoch sollte man, ums ich vor Schadstoffen und ihren eventuellen Ausdünstungen zu schützen, bei Reinigung und Entsorgung gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachten.  

Die Erfahrungen aus vielen Brandschäden haben gezeigt, dass brandbedingte Schadstoffe nur dort nachweisbar waren, wo auch optisch deutlich wahrnehmbare Brandverschmutzungen vorlagen. Mit der Entfernung der brandbedingten Verschmutzung sind in der Regel auch die Schadstoffe beseitigt. Bis zur endgültigen Sanierung wird in der Regel ein mehr oder weniger intensiver Brandgeruch auftreten. Eine gesundheitliche Gefährdung ist hierdurch normalerweise nicht zu erwarten.

Dennoch sollten Sie – schon um sich vor ausdünstenden reizenden Stoffen zu schützen – die folgenden Hinweise beachten.


Erste Maßnahmen

  • Bevor Sie die Brandstelle betreten, muss sie erkaltetund gut gelüftet sein. In der Regel sollte man frühestens eine Stunde, nachdem das Feuer gelöscht wurde, den Brandort betreten.


  • Nicht nur aus Gründen der Sauberkeit, sondern auch wegen potentieller Schadstoffe sollten Brandverschmutzungen nicht mit den Schuhen weiter getragen werden.


  • Decken Sie Ruß bedeckte Flächen im Gehwegbereich mit Folien ab. Legen Sie im Übergangsbereich zwischen Brandstelle und nicht betroffenen Bereichen nasse Tücher zum Schuhe abtreten aus.


  • Klima- und Lüftungsanlagen können durch Brandrückstände belastet werden. Sie müssen von einer Fachkraft überprüft und ggf. gereinigt werden, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden können.  


(Adressen solcher Lüftungsbaubetriebe finden Sie in den Gelben Seiten unter dem Stichwort ”Heizungs- und Lüftungsanlagen”.)               



Kleine Brände

Sind nur kleine Mengen verbrannt, zum Beispiel angebranntes
Essen in der Küche oder ein Papierkorbbrand im Arbeitszimmer, können Sie die Brandstelle ohne besondere Schutzmaßnahmen mit haushaltsüblichen Mitteln reinigen. Gummihandschuhe sind hier zu empfehlen. Die anfallenden Abwässer können gefahrlos in die Toilette gekippt werden. Angebrannte Lebensmittel gehören nicht in die Biotonne, sondern in den Restmüll. Spielzeug von Kleinkindern, auch wenn es selbst nicht gebrannt hat, sondern nur dem Rauch ausgesetzt war, ist besonders sorgfältig zu reinigen. Die Kinder nehmen es gerne in den Mund.

Größere Schäden

Ob die Brandstelle von einer Fachfirma oder ihnen
selbst gereinigt wird – folgende Schutzmaßnahmen sind zu beachten:

  • Arbeiten Sie möglichst staubarm. Wischen Sie mit feuchten Tüchern und wirbeln Sie nicht unnötig Ruß auf. Staubt es doch noch, tragen Sie als Atemschutz einen Atemfilter.


  • Hier haben Sie die Wahl zwischen einem Einmalfilter und einer Atemschutzhalbmaske mit auswechselbarem Filtereinsatz (beide Partikelfilter P3). Die Halbmaske muss vor der erneuten Nutzung mit Reinigungsmittel und Wasser abgewischt werden.


  • Tragen Sie Einmal-Anzüge mit Kapuze aus verstärktem Papiervlies oder Kunststoff.


  • Tragen Sie Schutzhandschuhe – bei Trockenarbeiten aus einer Leder-/Textilkombination, bei Nassarbeiten aus Gummi. Anzüge und Handschuhe können mehrfach verwendet werden, solange sie im Schadensbereich bleiben. Werden sie nicht mehr gebraucht, können sie in den Restmüll.




Firmenadressen zu Atemschutzmasken, Schutzanzügen und Handschuhen finden Sie in den Gelben Seiten unter ”Arbeitsschutzausrüstungen” oder ”Berufskleidung”.






  • Duschen Sie gründlich, wenn Sie die Brandstelle verlassen.



Wohin mit den Abfällen?

Abfälle, die beim Aufräumen der Brandstelle anfallen,
können Schadstoffe enthalten.Deshalb nehmen Sie bitte vor der Entsorgung grundsätzlich Kontakt zum Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb auf.


Noch Fragen?
Fragen an die Feuerwehr Behrensdorf
beantwortet Tim - Oliver Steffens.

 
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